Hilft Hypnose bei ALS ? Probandin 1

Amyotrophe Lateralsklerose - Dokumentation einer Hypnosetherapie
 

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Erstes Feedback 2. Hypnose

guten abend alle zusammen, erstmal ein dickes Sorry an Dirk, für die Kopfschmerzen. Lass die das nächste mal bei mir. Ich fühle mich voller energie und kraft. Mir geht es einfach unbeschreiblich gut. Ich würde euch am liebsten jetzt sofort voll quatschen. Mein schwiegersohn und meiner Tochter hab ich heute versucht ein paar worte zu sagen. Es kostet Überwindung, ein paar worte zu reden. Es hört sich lustig an. Es wahnsinn, aber manche worte kann man klar und deutlich hören. das atmen fällt mir immer leichter, durch nase und mund... Mein Bauch arbeitet kräftig mit, beim atmen. Eines werde ich euch alle drücken und labber euch den Papst an derBacke. Ich melde mich morgen wieder, nach der Therapie. Ich wünsche euch einen schönen abend.

2. Hypnosesitzung am 12.11.13

Vor der Hypnose

Ich war gespannt, wie ich Petra antreffen würde, schließlich hatte ich auch nur die im Blog veröffentlichten Informationen. Alles klang so positiv… Aber eins vorab, Petra kam mir nicht auf eigenen Füßen auf dem Gang entgegengelaufen ;-) . Aber, ich traf auf eine über das ganze Gesicht strahlende Petra. Kein Vergleich zu der Person, die ich letzte Woche kennenlernte. Aber natürlich muss ich berücksichtigen, dass Petra letztes Mal sicherlich aufgeregt war. Zuletzt konnte Petra ja leicht mit den Füßen wackeln und die Finger der linken Hand leicht bewegen. Jetzt hat sie mit allen Fingern an beiden Händen deutlich mehr als nur gewackelt. Und von wegen Wackeln mit den Füßen. Petra fuhr ihre Fußstütze nach unten und hat beide Beine im Sitzen angehoben. Dazu fiel mir ihre gerade und stabile Kopfhaltung auf.

 

Hypnoseeinleitung

Durch den zuletzt gesetzten Trigger, war Petra binnen Sekunden in Hypnose. Es folgten Vertiefungen mit Unterbrechungen der Hypnose. Was bei der 1. Hypnose die Kastanie war, um die Hypnosetiefe zu überprüfen, war diesmal eine Mandarine. Durch den Zeitgewinn bei der Einleitung, dauerte die gesamte Sitzung gut ca. 90 Minuten.

 

Dialog mit dem Unterbewusstsein ( UB )

Wie zuletzt nahm ich den „Ja-“ / „Nein-“ Dialog mit dem UB auf. Zunächst sprach ich das noch nicht vollständig definierte, krankheitsverursachende, Trauma an. Schnell stellte sich heraus, dass dieses Kindheitserlebnis seine Bedeutung verloren hatte. Es hat aktuell noch die Wichtigkeit des berühmten „Sack Reis in China“. Durch geeignete Techniken fragte ich von verschiedenen Seiten, ob dieses Trauma denn tatsächlich unwichtig geworden sei und erhielt die Bestätigung. Daher war es nicht nötig einen „sicheren Raum“ einzurichten. Dann thematisierte ich die, mit dem UB zuletzt getroffenen, Vereinbarungen. Auf meine Frage, ob denn die Krankheit, wie vereinbart, angehalten wurde, erhielt ich ein energischeres Nicken. Energischer in der Art, als würde ich etwas angepflaumt, so nach dem Motto „ siehst du doch“. Das dass UB die Symptome langsam zurückgefahren hat, war ersichtlich und wurde gewürdigt. Ich fragte das UB nun, ob es in der Lage wäre, die beeinträchtigten Motoneuronen zu heilen und die Zerstörten zu ersetzen. Beides wurde bejaht. Nach längerem Dialog folgte die Vereinbarung, dass das UB dieses ab sofort, nach und nach, vollbringen wird. Auf meine Frage, ob ich noch ein weiteres Thema aufbringen darf, oder ob es für Heute genug sei, erhielt ich die Antwort, dass jenes noch geht. In ähnlicher Manier wie zuvor, ( Fragen ob es möglich ist… ) bat ich das UB alles Notwendige dafür zu tun, dass Petras Atmung und Stimmapparat im Speziellen verbessert werden. Insbesondere bat ich um Stärkung des Zwerchfells, und aller mit der Atmung betrauten Körperfunktionen, um Petra das tiefe Ein- und Ausatmen zu ermöglichen. Gleichfalls bat ich darum, das Schlucken und Husten bei Bedarf zu ermöglichen und zu verbessern. Und auch der Sprachapparat mit Stimmbändern, Gaumensegel und aller damit zusammenhängenden Körperfunktionen sollte verbessert werden. Auch über diesen Komplex wurde mit dem UB die Vereinbarung der Besserung / Heilung getroffen. Mit der mehrmaligen Wiederholung und Vertiefung der Vereinbarungen schloss ich den Dialog, von dem Petra nach der Sitzung wieder keinerlei Kenntnis hatte, ab.

Suggestionen und Atmungstest

Ich vertiefte und verankerte alle getroffenen Vereinbarungen dauerhaft im UB. Ich verankerte tief, dass Petra nun weiß, dass die Krankheit angehalten wurde und die Symptome nach und nach zurückgehen werden, dass sie sicher sein kann, die Krankheit besiegen zu können. Das Ihre Atmung und Sprache sich ab sofort kontinuierlich verbessern werden. Dass sich die Muskeln stärken und die Motoneuronen revitalisieren werden. Ich ließ Petra nun kurz aufwachen und bat sie, mehrfach tief ein- und auszuatmen. Das gelang ihr spielend, sah nach einer ganz normalen, tiefen Bauchatmung aus. Ihr bewusstes Husten war etwas heiser und im unteren Grad mittelstark. Mir fehlt da allerdings der Vergleich zu vor der 1. Hypnose. Wieder in Trance, flößte ich Petra Kraft, Zuversicht, Zufriedenheit und Entspanntheit ein, übertrug auch Kraft von mir auf sie. Dazu muss ich sagen, dass ich so etwas zuvor noch nie, außer in der 1. Sitzung, gemacht habe und es ein Experiment ist. Ob davon bei Petra etwas angekommen ist, dass weiß nur sie. Ich kann allerdings sagen, dass ich mich fast zum Auto geschleppt habe und auch jetzt noch erschöpft bin und Kopfschmerzen habe. Hoffen wir mal, dass ich meine Kraft nicht, wg. des defekten Aufzuges, im Treppenhaus gelassen habe.

 

Entspannung

Nun war genug gearbeitet. Ich ließ Petra völlig entspannen und sie unter spanischer Sonne am Strand Spazierengehen. Sie nahm eine Strandbar als Wendemarke ihres Spaziergangs, nicht ohne das ein- oder andere Getränk zu nehmen, und schlenderte dann, in der Aussicht auf ein leckeres Abendessen, beschwingt zurück zum Hotel.

Ausleitung

In die sanfte Ausleitung integrierte und vertiefte ich erneut alle Vereinbarungen und Suggestionen, stellte alle Selbstheilungskräfte auf maximal, optimierte alle Körperfunktionen und holte Petra zurück in das hier und jetzt.

Auf meine Frage, wie Petra sich nun fühle, bekam ich die, ganz deutlich zu verstehende, verbale Antwort: “Hammer!“

Weitere Hypnosen

Die nächste Hypnose wird in der kommenden Woche stattfinden. Es kann sein, dass danach die Abstände etwas erhöht werden müssen, um der Selbstheilung und den angestoßenen Prozessen, die nötige Zeit und Ruhe zu geben.

Logopädie / Ergotherapie 11.11.13

Da bin ich wieder. Heute morgen hatte ich Logopädie. Meine gesichtsmuskel und kaumuskulatur hat sich super gebessert. Kauen ist nicht mehr so anstrengend. Ich kann besser meinen mund schließen. Trinken, mal so richtig 3 feste schlucke, klappt super. Traumhaft. Ergotherapie hatte ich auch. Der wahnsinn, ich hab in der rechten Hand mehr kraft als in der linken. Mit rechts konnte Ich Vorher garnichts.Linke Arm von der armlehne rollen und dann versuchen den arm wieder hoch bekommen. geht nicht, mein arm ist schwer Aberrrr, ich habe es etwas geschafft. Wahnsinnig anstrengend. Mein Körper läßt erst garnicht, schaffe ich nicht, zu. Ohne zu überlegen, wird alles gemacht. Zügig. ich freue mich auf morgen, 2 Sitzung

Druckpunkte am Fuß ( siehe Beitrag unten )

Bewegung meiner Beine

hallölli da bin ich wieder, es ist unbeschreiblich, was mit mir geschieht. Vielleicht habt ihr den kommentar von Thomas gelesen. Durch den druck auf einen bestimmten punkt unter dem Fuss konnte ich meine beine richtig ran ziehen. Ein gefühl wie weihnachten und Ostern zusammen. Ich versuche euch das bild zu schicken, der schwarze Punkt, ist die besagte stelle. Versucht es. Mir geht es einfach blendet. Unvorstellbar aber war. Ich wünsche euch noch einen schönen abend

Kommentar eines Besuchers

( unten im Original nachzulesen ). Eindrücke Dritter sind immer interessant und ich danke T. für seinen Kommentar:

 

 Hallo Petra, hallo an alle Blogleser,

ich habe gestern (Samstag den 09.11.2013) Petra besucht und kann nur mit erstaunten Kopfschütteln sagen, was sich seit meinem Besuch vor 14 Tagen getan, verändert und vor allem, verbessert hat ist für mich unbegreiflich!
Es gab Momente, wo Ihre Gesichtsymmetrie nahezu normal war... ein ganz entspannter und gleichmäßiger Gesichtsausdruck. Die rechte Gesichtshälfte "hing" nicht wie noch zu vor herunter. Sie konnte Ihren Mund fast schließen. Ich habe mit eigenen Augen gesehen, das sie die Finger Ihrer rechten Hand leicht aber deutlich sicht- und spürbar (... das kann auch noch eine Händedruck werden) bewegte! Das sie Ihre Beine leicht anziehen / anwinkeln konnte.

Wir haben gemeinsam ein paar laienhafte Experimente gemacht... und an Ihren Fusssohlen im Bereich der Fersen, Druckpunkte gefunden bei denen eine ganz klare und deutliche Bewegungsreaktion der Beine statt fand.... Ich glaube das sollte Petra aus Ihrer Sicht erklären!

Ich versuche das erlebte und gesehen noch zu verarbeiten.... und Unverständnis aber viel Zuversicht werde ich Petra weiter auf Ihrem Weg begleiten!


Thomas Babick (10.11.13 13:51)
..und mit Unverständnis ( weil nicht begreifbar) aber viel Zuversicht werde ich Petra weiter auf Ihrem Weg begleiten!

Nächste Hypnosesitzung...

... am Dienstag, 12.11.2013

Ergotherapie 08.11.13

hallölli ihr lieben, meine ergotherapie war super. Ich brauch mich nicht großartig anstrengen, es ist fazinierend mit welcher Leichtigkeit ich beide Arme vor und zurück bewegen kann. Ich kann meine Arme selbst vor und zurück bewegen. Meine finger kann ich auf und zu machen. An beiden händen. Meine Therapeutin ist begeistert,, und wir werden die Therapie erweitern. Es gibt viel zu tun. Meine armen therapeuten Ich mache auch Sprechübungen, ich lese jedes geschriebene wort laut vor. Ich glaub ich nehme es mal auf. Laaach ich sprühe regelrecht vor energie. Vielen hier, personal, ist es aufgefallen, auch meinem doc. Liebe grüße, an dieser Stelle. Doc verfolgt dieses projekt auch. und der Hunger, wahnsinn . Ich freue mich wahnsinnig auf die nächste Sitzung. Ich wünsche euch ein schönes weekend. Ich melde mich am Sonntag wieder.

Hallo Ihr Lieben

Guten morgen ihr lieben. Muß euch was erzählen. Heute morgen hab ich kerzen gerade auf der bettkante gesessen, kopf hoch, rücken gerade. Es fiel sofort auf. Einen Bruchteil konnte ich mich allein halten ich melde mich heute abend nochmal und berichte über meiner physiotherapie

Übersichtlichkeit des Blogs

Hallo, ich habe den Blog etwas umgestellt. Petra wird nun nicht mehr in den Kommentaren schreiben, sondern direkt unter ihrem Namen veröffentlichen. Wird sonst zu unübersichtlich. Leser Kommentieren weiter in den Kommentaren.

Petras Feedback am Tage nach der 1. Sitzung

Weil ich es für wichtig halte und es übersichtlicher ist, hier Petras Kommentar ( im Original unten nachzulesen ) :

 Petra (7.11.13 20:21)
hallölli ihr lieben,
heute 3x therapie gehabt. Logopädie, Physio und Ergotherapie. Es viel mir heute total leicht meine Atmung war klar und ohne nebegeräusche. Physio, arm vor drücken und zurück ziehen, ohne üblichen kraftaufwand. Ergo, ich stand heute zum 2x auf eigenen beinen. Diesmal konnte ich ohne Anstrengung meinen kopf heben, halten und zu beiden seiten drehen. Meine Therapeuten können wir ihr alles lesen und kommentieren. Es ist wirklich so geschehen. Ach, mein daumen läßt sich immer noch bewegen. Meine therapeutin hats gesehen. Ich empfinde im moment, das nicht ich meinem körper die befehle gebe, sondern mein körper mir. Ich werde jetzt noch gezielteran mir arbeiten

Meine 1. Hypnose - Mein Bericht

ich möchte als erstes Dirk danken, das er mir die Möglichkeit gibt mein "knoten" zu finden. meine Anspannung verlor ich ganz schnell bei einem kurzen gespräch. Dann wurde ich hingelegt und Dirk erklärte mir, was er nun macht, und was ich machen soll. Er hielt 2 finger hoch und schaute auf die fingerspitzen. Meine augenlider wurden schwer und war total endspannt. Es war als wäre ich in meinem körper, ich" antwortete "mit kopfnicken oder schütteln. Dann sollte ich meine augen öffnen und Dirk zeigte mir eine Kastanie. Ich konnte während der hypnose alles hören, aber Dirks stimme war" nah". Mein körper füllte sich leicht an, totale Endspannung. Ich fühlte in meinem rechten Arm aufeinmal kraft. Mein muskel war angespannt.Sorry, ich kann das nicht beschreiben, es war unbeschreiblich. Ich füllte mich nach der hypnose, richtig gut und erleichtert, in meinem kopf, war es geordnet. Und ich war total endspannt. Eine wahnsinnige motivation, noch stärker als vorher. Und der daumen meiner rechten Hand bewegt sich leicht. Ich werde mich zwischendurch hier melden und euch berichten. Seid nicht böse wenn ich vielleicht nicht so ausführlich beschreiben konnte, es hat mir unbeschreiblich gut getan. Ich bin überwältigt und freue mich auf die nächste sitzung. Ich weiß Dirk wird den knoten lösen und dann kann ich gezielt an mir arbeiten.

Termin 1. Sitzung

Am Mittwoch, den 06.11.13 soll die 1. Hypnosesitzung mit Petra stattfinden.

In dieser 1. Sitzung wird es erst einmal um ein ausführliches Vorgespräch gehen, bevor ich die Hypnose einleiten werde. Grundsätzlich ist jeder Mensch hypnotisierbar. Die anfängliche Trancetiefe ist aber individuell verschieden. Hier macht Übung den Meister. Vordergründiges Ziel dieser 1.Sitzung ist es also ersteinmal, Petra in Hypnose zu versetzen und mittels geeigneten Tests, die erreichte Trancetiefe zu bestimmen. Abhängig von der erreichten Tiefe werde ich dann spontan entscheiden, welchen Inhalt die Hypnose haben wird.

Ich werde sodann zeitnah von meiner Seite berichten. Petra wird dann sicherlich kommentieren, wie es ihr ergangen ist, welche Eindrücke und Erlebnisse sie hatte.

Protokoll 1. Hypnosesitzung mit Petra

Protokoll 1. Hypnose mit Petra.

Nachstehend beschreibe ich meine Eindrücke vor- während und nach der Hypnose, sowie die Hypnose selbst. Petra berichtet dann sicher bald im Kommentar ihre Eindrücke.

Vor der Hypnose

Dauer des Termins incl. Vorgespräch ca. 2 Std, Hypnosedauer ca. 105 Minuten.

Ich treffe Petra auf ihrem Zimmer, sie sitzt in ihrem Hitech-Rollstuhl. Sie wirkt eher zerbrechlich und etwas aufgeregt. An ihrer linken Hand,  kann sie noch leicht mit dem Daumen wackeln, die rechte Hand und Arm sind vollständig gelähmt. Kleine Wackler mit den Füßen sind möglich. Petra kann Laute mit Ihrer Stimme erzeugen, aber keine Worte oder Buchstaben mehr artikulieren. Mit Kopf und Kinn kann sie Ihren Rollstuhl steuern, ebenso steuert sie ihren Computer und die integrierte Sprachhilfe.

Nach Begrüßung erkläre ich kurz, was sie in der Hypnose erwartet und vor allem, was sie nicht erwarten muss. Ein paar Vorurteile, wie sich Hypnose anfühlen muss, sind schnell ausgeräumt. Ich bin kein Freund davon, ellenlange Vorgespräche über die Hypnose an sich zu führen. Weniger als 5 Minuten sind da ausreichend. Das bezieht sich natürlich nur auf die Besprechung zur Hypnose, nicht auf die Vorgespräche zu dem zu behandelnden Problem.

Die Hypnoseeinleitung

Nachdem Petra bequem auf dem Bett liegt, wähle ich eine sehr sanfte Hypnoseeinleitung. Nach wenigen Minuten ist an Petras Augenflackern erkennbar, dass sie sich in Trance befindet. Die Hypnose wird weiter vertieft, dann mehrmals kurz unterbrochen um dann noch tiefer gehen zu können ( Fraktionierung ). Petras Augen sind nun halb geöffnet und leicht nach oben gedreht, was eine tiefe Trance vermuten lässt. Ich mache einen kleinen Test, zeige ihr eine Kastanie und frage, ob sie wisse, was das ist und ob sie es buchstabieren könne. Sie nickte. Dann suggerierte ich ihr, dass sie das Wort „Kastanie“ vergessen hat und es ihr nicht mehr einfallen würde. Als ich ihr die Kastanie erneut zeigte und fragte was das ist, blickte ich in völlig ratlose Augen. Auf die Frage, ob sie es denn buchstabieren könne, erhielt ich ein Kopfschütteln. Ich vertiefte weiter die Trance.

Dialog mit dem Unterbewusstsein (UB) und Informationszellen (IZ)

Ich nehme Kontakt mit dem UB auf. Das UB – nicht Petra !! – wird gebeten, mir mit Nicken oder Kopfschütteln auf meine „Ja-“ und „Nein“- Fragen“ zu antworten. Wäre noch eine verbale Kommunikation möglich, zu würde das UB durch Petras Stimme ( meist leicht veränderte Tonlage ) direkt antworten. Vorwegnehmen möchte ich schon die Info, dass Petra, nach der Hypnose, an die Befragung des UB keinerlei Erinnerung hatte, während sie den Rest der Sitzung erinnerte. Ich bat das UB die Informationszellen an die Stellen im Hirn zu schicken, an den die Krankheit die Symptome verursacht. Die IZ können, sobald sie am richtigen Ort sind, die eventuellen Schädigungen beschreiben, ähnlich wie ein Augenzeuge. Degenerierte Nervenzellen oder Abnormalitäten im Hirn konnten nicht beschrieben werden. Im Gegenteil, ich erhielt die Information, dass Schädigungen im Hirn nicht vorhanden seien. Auch Giftstoffe spielten keine Rolle. Ich schickte nun die IZ durch das Rückenmark und auch dort waren keine Schäden vorhanden. Ich fragte sodann das UB, ob ein Trauma oder Erlebnis für die Auslösung der Krankheit verantwortlich sei. Ergebnis: Ein einzelnes Erlebnis hat die Krankheit ausgelöst. Auf Nachfrage konnte das UB das Erlebnis / Trauma aber nicht beschreiben. Dadurch, dass nur „Ja-“ und „Nein-“ Antworten möglich sind, habe ich mich mit Eingrenzungen herangetastet. Um dem Erlebnis / Trauma auf die Spur zu kommen, leitete ich ein „Rückführung“ ein. D.h., dass ich das UB gebeten habe, zu dem Zeitpunkt in Petras Leben zurückzugehen, als dieses Trauma noch nicht bestand und alles gut war.

 

Die Rückführung

Nach wenigen Sekunden erhielt ich vom UB die Bestätigung, dass es sich nun an dem gewünschten Zeitpunkt in Petras Leben befindet. Petra war 12 Jahre alt. Zunächst konnte sich das UB nicht an das Erlebnis, welches viel später die Krankheit ausgelöst hat, erinnern. Ich lenkte nun alle Konzentration auf den Zeitpunkt, als das Ereignis passierte. Schritt für Schritt legte das UB die Erinnerung daran frei. Wir wissen nun den exakten Zeitpunkt, den Ort, die Situation und die anwesenden Personen. Auch die, das Trauma auslösende Person, ist nun namentlich bekannt. Das Trauma selbst ist zwar umrissen, aber noch nicht völlig konkretisiert. An der Körperreaktion Petras war erkennbar, dass sie sich in Aufregung befand. Ich habe die Rückführung an dieser Stelle beendet, in der nächsten Sitzung werden wir wieder daran arbeiten. Dann werde ich vorher einen sogenannten „sicheren Raum“ in der Hypnose verankern, in den sich Petra jederzeit zurückziehen und erholen kann, sollte die Beschreibung des Traumas zu aufwühlend werden. Ich fuhr mit dem Dialog mit dem UB in der Gegenwart fort. Noch folgendes. Die genauen Beschreibungen des Traumas, der Personen… werden von mir, aus Diskretionsgründen, nicht veröffentlicht. Falls Petra das mitteilen möchte, so wird sie das im Kommentar tun.

Fortsetzung Dialog UB und Treffen einer Vereinbarung

Ich ließ mir nun vom UB nochmals bestätigen, dass ich alles richtig verstanden habe, dass es keinerlei pathologische Schäden gibt und das Trauma die Krankheit ausgelöst hat. Dann stellte ich gegenüber dem UB fest, dass, wenn keine pathologischen Gründe für die Symptome vorliegen würden, ja das UB für die Lähmungen und Ausfallerscheinungen verantwortlich sein muss. Dies bekam ich bestätigt. Ich habe sodann dem UB mein Verständnis für seine damalige Entscheidung, in die Krankheit zu flüchten, bekundet aber gleichfalls die Folgen für Petra beschrieben und versucht Überzeugungsarbeit zu leisten, dass diese Reaktion falsch ist… Ich fragte dann das UB, ob es mir Recht geben würde, was es bejahte. Ich fragte dann, ob es in der Lage und bereit ist, die Krankheit zu stoppen. Auch hier bekam ich ein „Ja“. Ob es die bereits eingetretenen Symptome rückgängig machen könnte fragte ich und erhielt wieder ein „Ja“. Abschließend traf ich mit dem UB die Vereinbarung, dass das UB die Krankheit ab sofort anhalten wird und die Symptome langsam, nach und nach, zurücknehmen wird.  Das ließ ich mir mehrfach bestätigen. Außerdem sollte das UB nach Kräften den Selbstheilungsprozess ingangsetzen. Der Dialog mit dem UB wurde beendet.

Hypnotische Suggestionen und Tests

An dem vollständig gelähmten rechten Arm machte ich einige Tests. Zunächst suggerierte ich, dass sich viele aufsteigende Luftballons an dem Handgelenk befinden würden, die den Arm hochziehen. Ein gesunder Proband lässt den Arm, wie von Geisterhand gesteuert, nach oben steigen. Petras Arm zeigte eine leichte Bewegung, hob aber nicht ab. Eine Reaktion war aber deutlich erkennbar. Noch stärker war die Reaktion, als ich den Arm mittels Suggestion versteifte. Er ließ sich danach nur noch mit Kraftanstrengung von mir nach oben führen, während er zuvor völlig „schlapp“ mühelos zu heben war. Nun suggerierte ich, dass Petra den Daumen an der rechten Hand bewegen könne. Tatsächlich, nach wenigen Sekunden, war ein gesteuertes, mehrmaliges Zucken möglich. Den gleichen Test machten wir vor der Hypnose ohne jeden Erfolg. Als letzten Test habe ich suggeriert, dass Petra den Buchstaben „B“ wieder wie selbstverständlich aussprechen kann. Der Buchstabe konnte von ihr undeutlich, aber erkennbar artikuliert werden. Leider fehlt hier der Vergleich vorher nachher, diesen Test hatte ich vor der Hypnose nicht gemacht.

Nach so viel Anstrengungen war Entspannung von Nöten. Ich habe Petra zuerst Kraft ( auch von mir ), Motivation, Entspannung, Sicherheit und Zufriedenheit gegeben und Sie dann abschließend auf eine Traumreise ans Meer eingeladen.

Ausleitung der Hypnose

Vor der Ausleitung habe ich einen Trigger für die nächste Hypnose gesetzt. Dann alles erreichte und mit dem UB vereinbarte, fest und dauerhaft verankert. Weiter die Selbstheilungskräfte aktiviert und Lebensfreude, Zuversicht und Kraft verankert. Abschließend alle Körperfunktionen auf optimale Werte gesetzt und Petra sanft in das Hier und Jetzt zurückgeholt.

Nach der Hypnose

Auch nach der Hypnose war das Wackeln mit dem Daumen noch möglich. Das inzwischen eingetroffene Pflegepersonal bemerkte die gute Gefühlslage Petras auf Anhieb. Petra hatte, wie schon erwähnt, an die Befragung des UB keinerlei Erinnerung. Sie vermutete ca. 20 Minuten in Hypnose gewesen zu sein. Ca. 1 Stunde nach der Hypnose erhielt ich auf Nachfrage zum aktuellen Befinden, folgende Nachricht von Petra: „Ich fühle mich wahnsinnig gut. Herrlich. Hunger wie ein Bär. Ich bin total entspannt. Ein neues Körpergefühl. Krass.“

Petra wird im Kommentar die Sache aus ihrer Sicht schildern. Ich hoffe, dass Petra auch in den nächsten Tagen immer mal einen kurzen Bericht schildert, wie es ihr geht und was sie fühlt. Die nächste Hypnose findet in der kommenden Woche statt.

Vorstellung

Ich bin 51 Jahre, 2010 wurde bei mir ALS diagnostiziert. Es begann mit stolpern und umknicken. Dann folgte plötzliches umkippen. Gehen war nur am rollator möglich. Seit 2012 habe ich einen Rollstuhl mit Kinnsteuerung, da meine arme bewegungsunfähig sind. Desweiteren habe ich eine kommunikationshilfe denn meine stimmbänder sind auch schon betroffen. Die Ärzte verschrieben mir RILUTEK, Musarilund Tillidin. Auch Therapien nehme ich fast täglich in anspruch, das wäre, Logopädie (auch für die Atmung), Ergotherapie und Physiotherapie.

Vorstellung der Probandin

Im Kommentar wird sich die Probandin vorstellen.

Warum Hypnose ? - Welche These ?

ALS ist zu mehr als 90% eine idiopathische Erkrankung. D.h., dass der Krankheitsauslöser nicht diagnostiziert werden kann.

Ich vertrete die These, dass, wenn die „Seele“ ( nicht religiös gemeint ) durch nicht verarbeitete Belastung, Traumata, Erlebnisse… zu stark belastet ist, sie sich in eine Krankheit flüchten kann. Das können Allergien, nervöse Ticks, Tinnitus aber auch andere Krankheiten wie Epilepsie, Parkinson oder ALS sein. Alle diese Krankheiten sind idiopatisch veranlagt.

Das zugrundeliegende Trauma… ist den Erkrankten regelmäßig nicht bewusst, es kann sogar in der frühesten Kindheit liegen. Unter Hypnose kann das Unterbewusstsein befragt werden, ja, es kann ein regelrechter Dialog mit ihm geführt werden. Kann der Auslöser gefunden werden, so ergeben sich Behandlungsmöglichkeiten. Weiter ist es unter Hypnose möglich, sogenannte Informationszellen an den Krankheitsherd zu entsenden, um sich die Situation genau beschreiben zu lassen und um den Krankheitsherd genau zu lokalisieren. An diesem Ort können sodann die Selbstheilungskräfte gezielt eingesetzt werden.

Hypnose hat die Möglichkeit, Körperfunktionen zu beeinflussen. Jeder kennt das aus dem Fernsehen, dass Showhypnotiseure Personen am Boden festkleben lassen oder Muskelkraft derart verstärken, dass z.B. ein „lebendes Brett“ entsteht. Spannend wird es sein herauszufinden, ob sich unter Hypnose, ein geschwächter Muskel zeitweise oder gar dauerhaft stärken lässt, ob Atemfunktionen stabilisiert werden können, ob Stimmbänder reaktivierbar sind…

Unbestritten ist wohl, dass Hypnose die Seele aufhellen, Kraft einflößen und Entspannung bewirken kann.

Start der Therapie

Nach ersten Vorgesprächen, soll die erste Hypnosesitzung bereits in der kommenden Woche stattfinden.

Parallele Therapie mit 2. Probandin

Parallel findet eine 2. Therapie mit einer weiteren Probandin statt. Die Probandin hat einen dramatischen Krankheitsverlauf und ist mit gut 20 Jahren sehr jung erkrankt. Den Link zu dem Blog findet ihr in der Menüleiste links.

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